Google Werbung im Fitnessstudio: So nutzt Du es effektiv für Deinen Club!

Ein 6 Schritte Plan

Google ermöglicht es Dir schnell und einfach Menschen zu erreichen. Speziell im Fitnessstudio kannst Du so Menschen abholen, die gezielt nach Deiner Leistung suchen, kannst themenspezifisch Werbung schalten und kannst mit Videos überzeugen. All das kann google. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du Google effektiv zur Neukunden-Akquise einsetzen kannst.

Bevor Du loslegst mit Google Werbung!

Mache eine Status Quo Analyse. Bevor Du Google Werbung im Fitnessstudio installierst, solltest Du schauen, was denn schon da ist. Welche Daten wurden bisher schon erhoben, welche Daten kannst Du nutzen bzw. auf Basis welcher Daten kannst vielleicht schon Maßnahmen ableiten. Heißt konkret, gibt es Daten aus:

  • Google Analytics
  • Google Ads
  • Tag Manager

# 1:  Conversions einrichten

Der nächste wichtige Schritt ist die Einrichtung Deines Google Ads Accounts, damit Du Google Werbung im Fitnessstudio richtig einsetzt und Ergebnisse ablesen kannst. Zum Google Ads Conversion Tracking musst Du wissen, dass Google die gewissen Handlungen innerhalb eines definierten Zeitfensters, die nach dem Klick auf eine Werbeanzeige (Ad) passieren, misst. Diese Handlungen werden dann den Ads zuordnet. Damit das möglich wird, brauchst Du ein Conversion-Tracking. So weißt Du genau, was Deine Ads bringen. Was Du dafür alles brauchst, erkläre ich Dir hier. Welche Handlungen, die auf Deine Google Werbung zurückzuführen ist, können wir zum Beispiel einrichten und tracken:

  • Klicks auf Anzeigen
  • Klicks auf die Navigation
  • Anrufe über Suchanfragen
  • Anrufe über die Mobilansicht Deiner Website
  • Buchungen von Online Mitgliedschaften
  • Buchungen von Probetrainings
  • Eintragungen in Anfrageformulare

#2: Zielgruppen einrichten

Über Google können wir verschiedenste Zielgruppen einrichten. Hier mal ein kleiner Einblick, welche Potenzial sich dahinter verbirgt.

  • Zielgruppenaufbau auf Basis von Menschen, welche bestimmte Websites besuchen
  • Zielgruppen mit Menschen, die sich für bestimmte Themen interessieren (z. B. gesunde Ernährung)
  • Zielgruppen auf Basis von Interessen (z. B.Laufen oder Krafttraining)
  • Zielgruppen auf Basis derer Kunden, die schon in Deinem Unternehmen sind (für z. B. Zusatzverkäufe)
  • Zielgruppen auf Basis von Menschen, die bestimmte Keywords eingegeben haben (z. B.  ‘Schnell 5 kg abnehmen’)
  • Zielgruppen auf Basis von Menschen, die App zu bestimmten Themen nutzen
  • Zielgruppen auf Basis eigener erhobener Daten (z. B. Landing-Page Besucher)
  • Zielgruppen auf Basis von Menschen, die regelmäßig bestimmte Orte aufsuchen, z. B.: Einkaufszentren
  • oder sogar Kombinationen aus den oben genannten

Das Ziel bei den Zielgruppen sollte es im Fitnessstudio sein, sinnvolle Zielgruppen zu erstellen und diese je nach Schritt in der Costumer Journey und Ziel gegeneinander Split zu testen.

Praxis-Tipp: Erstelle Zielgruppen, die ähnlich sind, wie Deine Mitglieder und bewerbe diese auf Youtube.

#3: Suchnetzwerk-Anzeigen aufsetzen (Pull-Marketing)

Das absolute Minimum sollte ein Google Werbung im Fitnessstudio im Suchnetzwerk sein. Wenn ein Interessent ein Suchbegriff eingibt z. B. ‘welche Fitnessstudios in der Nähe’, dann sollte im Idealfall Deine Werbeanzeige unter den ersten drei Suchvorschlägen kommen.

Praxis-Tipp: Richte Dir eine Anzeige im Google Suchnetzwerk ein und hole so die Interessenten ab, die direkt oder indirekt nach Deinem Studio suchen

#4: Remarketing für ein Kernangebot einrichten (Push-Marketing)

chriscorp google Partner
Google Werbung im Fitnessstudio mit #chriscorp Fitnessmarketing

“The money ist in the follow up”. Das Geld, der Wert, liegt im Follow-up. Die Praxis zeigt, dass oft laufende Prozess abgebrochen werden, weil gerade etwas dazwischen kommt. Vielleicht wollte die Person gerade das Online Fitnessabo machen oder die Packung Protein buchen. Allerdings kam ein Anruf des Partners dazwischen. Die Eintragung zur Abnahmeaktion sollte gerade stattfinden, aber der Handy-Akku ist leer. Die Rückenstudie ist vielleicht schon voll oder die Aktion abgelaufen und der Interessent wollte trotzdem etwas gegen die Rückenbeschwerden tun.

Aus solchen genannten Gründen solltest Du ein Follow-up einrichten. Laut dem Buch ‘The Ultimate Sales Machine’ vom Chet Holmes (hier gehts zum Buch) kaufen nur 1-3 % der Interessenten sofort. 15-20 % innerhalb der nächsten 1 bis 3 Monate und über 80 % erst innerhalb der nächsten 2 Jahre. Dieses Wissen sollte sich im Marketing auch widerspiegeln. Du kannst dann Deine potenziellen Interessenten auf den Websites, Apps, YouTube sowie Social Media nachverfolgen und so über Monate hinweg in deren Kopf bleiben, bis sich unterbewusst soviel Vertrauen aufgebaut hat, dass sich der Interessent endlich einträgt

Praxis-Tipp: Überlege Dir, an welcher Stelle, Deine Interessenten und Kunden mit Google Werbung im Fitnessstudio nachverfolgt werden können und richte das ein.

#5: Analytics nutzen

Der nächste Schritt ist fundamental wichtig und wird immer noch viel zu wenig genutzt. Nutze ein Analyse-Tool wie Analytics oder andere und beantworte für Dich damit folgende Fragen:

  • Welche Menschen besuchen meine Website, Landing-Page oder Fitness-Shop
  • Von welcher Online Quelle kommen sie auf meine Seite?
  • Welche Handlungen tätigen sie auf meiner Seite?
  • Erfüllen Sie meine Zielvorgaben?
  • Welche Conversions finden statt?
  • Welchen Umsatz machen die Besucher?
  • Wie viele Menschen drücken meinen Anruf-Button?
  • etc. pp.

Ein Analyse-Tool zeigt Dir, wie gut Du Deine Zielgruppe mit Deiner Website oder Aktion abholst und ist meiner Meinung nach ein Pflichtprogramm für jeden Fitnessstudiobetreiber.

Praxis -Tipp: Richte Dir das neue GA4 datenschutzkonform auf Deiner Website ein und lass Dir einmal im Monat Deine stärksten Keywords auflisten und optimiere Deine Seite auf diese

#6: Lerne das Reporting und was Deine Zahlen bedeuten

google analytics im fitnessstudio
Google Werbung im Fitnessstudio: Analytics

Wie sinnvoll das Reporting ist, zeigt sich immer wieder bei Werbeanzeigen, Kampagnen oder Websiteoptimierung. Detaillierte Auswertungen über einzelne Maßnahmen können schnell und einfach erstellt werden, wenn die Daten in Google Analytics erfasst werden. Basierend darauf können auch diese Werbemittel entsprechend angepasst und optimiert werden. So sollten Sie etwa Google Analytics mit Google Ads verknüpfen, um den Erfolg Ihrer Google-Ads-Kampagnen messen zu können. Spannende Daten, die Sie hier erhalten, sind beispielsweise: Impressionen, Klicks, Conversions, Anzeigenpositionen und der durchschnittliche CPC.

Auf einen Blick können Sie sehen, ob Ihre Zielvorgaben erreicht wurden oder ob es noch Optimierungsbedarf gibt. In Kombination können Google Analytics und Google Ads Ihnen beispielsweise folgende Fragen beantworten:

Wie handeln Interessenten vom ersten Klick bis zu einer Conversion? Auf welchen Unterseiten sind viele User ausgestiegen?

Was hat Interessenten überzeugt, auf welchem Weg Kontakt mit einem Fitnessstudio aufzunehmen?

Spannend für regelmäßige Reportings: Bei Google Analytics gibt es auch die Möglichkeit, eigene Dashboards zu bauen, in denen dann genau die Werte zu finden sind, die Sie am meisten interessieren.

Welche Daten werten wir auswerten?

  • Wer sind unsere Websitebesucher?
  • Von welcher Traffic-Quellen kommen Sie?
  • Wie verhalten Sie sich auf der Website?
  • Von welcher Traffic-Quelle ausgehend wurden die Zielvorgaben erfüllt?
  • Anzahl der Seitenaufrufe
  • Wie viel neue Besucher gibt es?
  • Welche Quelle (Facebook, Instagram, Weiterempfehlung, Google, YouTube) bringt die meisten Eintragungen?

Mehr zum Thema Googel Analytics im Fitnessstudio und wie Du es richtig einsetzt, findest Du hier.

Fazit: Wie kannst Du mit Google Werbung im Fitnessstudio profitieren?

Gerade im Fitness- und Wellnessbereich ist der Einsatz von Google Werbung im Fitnessstudio äußerst sinnvoll und in meinen Augen absoluten Basis. Das gilt allgemein für die Website von Fitnessstudios, aber auch für das SEO und das Optimieren von längerfristigen Werbekampagnen.

Alle erfassten Daten können so in einen gesamten Kontext gesetzt werden und geben Auskunft darüber, wie gut zum Beispiel eine Rabattaktion oder ein Gewinnspiel funktioniert haben. Viele Kunden informieren sich zunächst ausgiebig über das Internet, bevor Sie sich im Fitnessstudio anmelden oder an eine Aktion teilnehmen. Indem man ihr Verhalten auf der Website analysiert und bei Bedarf anpasst, können schon mit kleinen Änderungen deutliche Verbesserungen bei der Absprungrate, der Aufenthaltsdauer und natürlich den Neuanmeldungen erzielt werden.